TV report on the occasion of the tower’s 50th anniversary

Wenn es ein Souvenir aus Berlin sein soll, dann oft der Fernsehturm. Es gibt ihn auf Tassen, als Stift und auch als Schneekugel. Sogar eine Häkelanleitung für den Berliner Fernsehturm gibt es – und die ist gar nicht mal so schwer, erklärt Katrin Bloeck von schoenstricken.de: “Ich mach halt die Kugel in festen Maschen, immer rundherum. Oben die Antenne in rot-weiß und unten der Schaft des Turmes … und den kann man so lang häkeln, wie man möchte. Dann auf eine Tasche nähen – fertig.”

Das Wahrzeichen Berlins auf der Tasche – und im Herzen der Hauptstadt. Der Fernsehturm ist Sendemast und Touristenattraktion. Er ist mit heute 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands.

Am 3. Oktober 1969, nach nur knapp vier Jahren Bauzeit, wurde der Fernsehturm eröffnet. Gebaut nach den Plänen des DDR-Architekten Hermann Henselmann. Er war damals noch 365 Meter hoch – “so viele Tage, wie das Jahr hat” – so lernten es die Kinder im sozialistischen Kindergarten.

Der Turm sollte das Farbfernsehen in die Wohnzimmer der DDR-Bürger bringen. Er ist zu verstehen als technische Meisterleistung der damals jungen DDR: mit ihr wollte der sozialistische Staat nach außen zeigen, auf der Höhe der Zeit zu sein. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass viele der Baumaterialien aus dem Westen importiert werden mussten.

Andererseits ist er architektonische Antwort auf ein städtebauliches Konzept Westberlins. So war er politisches Statement und Ausdruck architektonischer Vision: seine Kugel erinnert an einen Satelliten – groß, silbrig, glänzend.

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